Archiv für die Kategorie „VoIP Informationen“
IP-Spezialist snom wird Gold-Mitglied im Avaya DevConnect Programm
Die snom technology AG, Entwickler und Hersteller von IP-Telefonen für Business-Anwender, ist ab sofort Gold-Mitglied des Avaya DevConnect Programms und erfüllt mit seinen Telefonen die Standards von Avayas IP Office. Avaya ist ein weltweit führender Anbieter von sicheren IP-Telefonsystemen sowie Kommunikationssoftware und -dienstleistungen. Bei Avaya IP Office handelt es sich um eine Server-basierte IP-Kommunikationslösung speziell für kleine und mittelgroße Unternehmen. Sowohl das snom 820, das Konferenztelefon snom MeetingPoint, das DECT-Telefon snom m3 als auch die snom 300er Serie wurden von Avaya getestet und sind mit Avaya IP Office 5.0 kompatibel. Alle Modelle von snom basieren auf dem offenen SIP-Standard.
SIP (Session Initiation Protocol)
Das Session Initiation Protocol ist ein standardisierte Protokoll für die Kommunikation von Punkt-zu-Punkt oder auch Multicast-Verbindungen bzw. zwei oder mehreren Netzteilnehmern in IP-Netzwerken wie z.B. LAN, WAN oder Internet. Es wurde von der Internet Engineering Task Force IETF 1996 entwickelt und 1999 genormt und eingeführt. SIP ist ein Signalisierungsprotokoll, dass sicher stellt, dass eine Verbindung von Clients und Servern aufgebaut, gesteuert und auch wieder abgebaut werden kann. Die Sitzungen können zwischen multimedialen Geräten aufgebaut werden, sodass durch dieses textbasierte Protokoll auch Sprach- und Videobotschaften initiiert bzw. deren Verbindungsaufbau realisiert werden kann. Für die nach dem Signalaufbau notwendige Medienbeschreibung und Portbeschreibungen, die Senderichtung, die Dienstgüte, Verzeichniszugriffe und weitere Sitzungsprozeduren werden dann andere Protokolle genutzt. Ein Beispiel ist das SDP (Session Descripton Protokoll). Die Datenpakete der Internetkommunikation werden dann über RTP Real Time Protokolle ausgetauscht. Kontrollinformationen zum Medienstrom können über RTCP hin -und hergeschickt werden.
VoIP Codecs
Bei der Übertragungstechnik im öffentlichen Telefonnetz – sprich auf den Strecken zwischen den Netzknoten vollzog sich Ende der Achtzigerjahre ein Wandel von der analogen zur digitalen Technik. Dies brachte damals viele Vorteile, da die Signale weniger störanfällig waren und sie dadurch leichter zu reproduzieren und aufzufrischen waren. Zudem wurden die Signale dadurch auch leichter korrigierbar bei Übertragungsfehlern. Diese Technik wurde als so genannte “Time Division Multiplexing” Technik bezeichnet, auch kurz TDM genannt. Bei der Vermittlungstechnik und den Endgeräten vollzog sich der Wandel aber nicht so schnell, so dass diese noch eine ganze Zeit lang elektromechanisch und analog blieben. Erst mit Beginn des Integrated Service Digital Network, kurz ISDN genannt, konnten auch die letzten Domänen bundesweit digitalisiert werden. Bei dem heutigen Voice over IP, auch kurz VoIP telefoniert man heute ausschließlich digital. Das heißt es wird nur eine Folge von Einsen und Nullen gesendet. Das Ganze wird auch als Bitstrom bezeichnet. Eine besondere Bedeutung kommt dabei aber den Codecs in den Endgeräten zu. Heutzutage wandelt jedes VoIP-Telefon zulässt die analoge Sprache vom Hörer mit Hilfe von A/D-Wandlung und Quantisierung in einen digitalen Bitstrom um. Dieser Bitstrom wird dann anschließend je nach Codec eventuell noch komprimiert und abschließend in Pakete gepackt und über das IP-Netz übertragen. Beim ISDN erfolgt dann auch noch eine so genannte PCM-Kodierung ohne Komprimierung mit einer Netto-Bitrate von etwa 64 kbit/s. Dieser Codec ist dabei auch immer der Maßstab und Ausgangspunkt für Voice over IP. Wenn es nicht genügend Bandbreite gibt können natürlich auch andere Codecs eingesetzt werden. Diese können die entsprechende Bandbreite heute bereits auf bis zu 5,3 kbit/s netto reduzieren. Dies geschieht natürlich nicht ohne Qualitätsverlust. Genau wie bei der Digitalisierung von Sprache für die Fernsprechübertragung arbeiten dieCodecs nach dem Prinzip Sampling, Quantisierung und Kodierung. Das führt zu optimalen Sprachqualität, welches ermöglicht die analogen Sprachsignale über die digitalen Systeme zu übertragen.
Was ist VoIP?
VoIP ist eine etwas neuere Technik, die erst in den letzten Jahren mehr und mehr in Mode gekommen ist. Dabei wird, allgemein gesehen, per Internet und nicht mehr, wie sonst üblich, per Telefon miteinander telefoniert. Dazu nützt man Computernetzwerke. Beim Voice over IP, wofür die Abkürzung VoIP steht, unterscheidet man zwischen verschiedenen Technologien, die jedoch allesamt als VoIP bezeichnet werden.
Doch wie funktioniert VoIP überhaupt?
Bei der IP-Telefonie werden Daten, die für das Telefonieren typisch sind, über ein Netz übertragen, das auch bei Datenübertragungen zum Einsatz kommt. Dabei handelt es sich meist um das Internet. Zu den wichtigen Informationen, die bei dieser Technik übertragen werden, gehören beispielsweise die Sprache, in der kommuniziert wird oder auch gewisse Steuerinformationen. Für die Nutzung dieser Technologie eignen sich verschiedene Geräte, wie zum Beispiel ganz normale Telefone, die über einen speziellen Adapter mit dem Netz verbunden sind, Computer oder auch IP-Telefone, die extra für diesen Zweck geschaffen wurden und die als Endgeräte genutzt werden. Der Vorgang des Telefonierens selbst unterscheidet sich für den Anwender eigentlich kaum zum Telefonieren per klassischer Telefonverbindung. Eine Verbindung muss aufgebaut werden, das Gespräch wird übertragen und die Verbindung wird nach Beendigung des Gesprächs wieder abgebaut. Dennoch gibt es natürlich Unterschiede zwischen den beiden Technologien. Und auch beim VoIP selbst gibt es Unterscheidungsmöglichkeiten.
VoIP Spam / SPIT
Die äußerst angenehme Möglichkeit, per VoIP (Voice over IP) gratis über das Internet zu telefonieren, und zwar weltweit, wird überschattet von SPIT, was soviel heißt wie Spam over IP Telefonie.
Diese unerfreuliche Erscheinung zeigt sich z. Bsp. so: Das Telefon läutet, aber an Statt eines Anrufers hört man eine Stimme vom Tonband, die über einen eindrucksvollen Gewinn informiert. Um diesen zu erhalten, müsse man den Anspruch anmelden, in dem man eine (selbstverständlich) gebührenpflichtige Rufnummer anwählt. Natürlich erhält man statt des beeindruckenden Gewinnes lediglich eine beeindruckend hohe Telefonrechnung. Eine weitere Spielart dieser Werbemasche ist der ungebetene Anruf irgendeines Call- Centers. Die Mitarbeiter erzählen uns hier mit blumigen Worten von bahnbrechend günstigen DSL-Tarifen, über einmalig innovative Lotto- Spielgemeinschaften, bis hin zum unschlagbar günstigen Buch- Abo.
DSL – ADSL / Was ist ADSL?
DSL steht für die englische Bezeichnung „Digital Subscriber Line“ und bezeichnet verschiedene Bit-Übertragungsstandards für Daten mit hoher Übertragungsrate über normale Telefon-Kupferleitungen. Die Daten können dabei vom Teilnehmeranschluss sowohl gesendet als auch empfangen werden und dienen dabei der Kommunikation zwischen dem so genannten DSL-Modem und DSLAM. Die Übertragungsrate der Downstreams und Upstreams hängt dabei im Wesentlichen vom Internet-Zugangsserver ab. Die vorhandenen Telefonleitungen sind für das DSL völlig ausreichend, denn dieses Verfahren nutzt auf dem Kupfer-Doppellader des Telefonnetzes ein Frequenzband, welches oberhalb der analogen Sprachtelefonie, dem ISDN liegt.
Wie funktioniert DSL?
Der große Unterschied zwischen DSL und der bislang herkömmlichen Internetverbindung über das Telefon-Modem liegt eindeutig in der Datenübertragungsgeschwindigkeit durch die Nutzung eines sehr großen Frequenzbereiches. Allerdings ergibt sich aus der hohen Übertragungsgeschwindigkeit eine verminderte Reichweite des Signals, sodass Vermittlungsstellen nötig werden. Bei den unterschiedlichen DSL-Varianten, zu dem auch das ADSL oder Asymmetric Digital Subscriber Line gehört, werden die Frequenzbereiche ausgespart, die für die Festnetztelefonie verwendet werden. So können sowohl DSL, Telefon und Fax, analoges Telefon oder ISDN gleichermaßen genutzt werden. Beim ADSL stehen für Downloads und Uploads unterschiedliche Übertragungsgeschwindigkeiten zur Verfügung. Beim SDSL, dem Symetric Digital Subscriber, sind diese beiden Übertragungsgeschwindigkeiten gleich schnell. Dabei wird das analoge DSL-Signal zwischen der Vermittlungsstelle und dem DSL-Modem durch den DSL-Multiplexer DSLAM in ein digitales Signal umgewandelt. In der Gegenrichtung verläuft dieser Prozess umgekehrt. Das digitale Signal wird nun über eine Breitband-Glasfaserverbindung vom DSLAM zu einem Konzentrator und danach weiter in den Backbone – zu Deutsch Hauptstrang oder Basisnetz – des Providers übertragen.
