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SIP (Session Initiation Protocol)

Das Session Initiation Protocol ist ein standardisierte Protokoll für die Kommunikation von Punkt-zu-Punkt oder auch Multicast-Verbindungen bzw. zwei oder mehreren Netzteilnehmern in IP-Netzwerken wie z.B. LAN, WAN oder Internet. Es wurde von der Internet Engineering Task Force IETF 1996 entwickelt und 1999 genormt und eingeführt. SIP ist ein Signalisierungsprotokoll, dass sicher stellt, dass eine Verbindung von Clients und Servern aufgebaut, gesteuert und auch wieder abgebaut werden kann. Die Sitzungen können zwischen multimedialen Geräten aufgebaut werden, sodass durch dieses textbasierte Protokoll auch Sprach- und Videobotschaften initiiert bzw. deren Verbindungsaufbau realisiert werden kann. Für die nach dem Signalaufbau notwendige Medienbeschreibung und Portbeschreibungen, die Senderichtung, die Dienstgüte, Verzeichniszugriffe und weitere Sitzungsprozeduren werden dann andere Protokolle genutzt. Ein Beispiel ist das SDP (Session Descripton Protokoll). Die Datenpakete der Internetkommunikation werden dann über RTP Real Time Protokolle ausgetauscht. Kontrollinformationen zum Medienstrom können über RTCP hin -und hergeschickt werden.

SIP ist als Signalisierungsprotokoll also das Anfangsglied der Kommunikation multimedialer Endgeräte.
Vorbild der Protokollstruktur des SIP ist HTTP (Hypertext Transfer Protocol). SIP ist durch ein Transaktionsmodell skalierbar, aber nicht sehr sicher, da die Informationen im Klartext übertragen werden. Dieser Nachteil kann aber durch eine Verwendung von SSL (SIPS) ausgeglichen werden. Zudem verwendet SIP nur zwei TCP Ports und ist damit sicherer als H.323, das mehrere dynamische Ports nutzt. SIP kann mit Hilfe von TCP (Transmission Control Protocol) einem paketvermittelndem Protokoll, die Signale übertragen, es ermöglicht die Informationsüberbringung von z.B. der Identität des Anrufers, oder der Anrufweiterleitung, das Halten von Anrufen, die Initialisierung von Konferenzschaltungen und das Heranholen von Anrufen genauso wie Rufwiederholungen. Auch die Lokalisierung von Anwendern und deren Registrierung ist über SIP möglich.

Da die Struktur des SIP offen und einfach ist und mit HTTP verwandt, ist es einfach SIP in Anwendungen und Geräte zu integrieren oder zusätzliche neue Leistungsmerkmale schnell und einfach zu implementieren.
SIP wird im RFC 2543 beschrieben.

Wer Nutzer des SIP ist, bekommt eine Adresse zugewiesen, die ähnlich wie eine Emailadresse aufgebaut ist. Sie beginnt mit dem Benutzernamen oder einer Telefonnummer und endet mit der SIP-Adresse des Netzwerkes.
Die SIP Teilnehmer können weltweit über eine URL oder DNS adressiert und lokalisiert werden.

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